Der afrikanische Vogelsaal

Foto: Ian Schemper

Weltweit einzigartige Vögel aus dem Südwesten Afrikas – diese Ausstellung zeigt fast eintausend Vögel aus Südwestafrika in einer unvergleichlichen Farbenpracht und bildet die wohl renommierteste Sammlung des Museums. Zugleich ist diese 1888 eröffnete Ausstellung die älteste Schwedens überhaupt.

In Vänersborg  nahm die zoologische Forschungstradition um das Jahr 1830 ihren Anfang: der englische Bärenjäger Llewellyn Lloyd war nicht nur von der Bärenjagd fasziniert, sondern sammelte auch die Fauna der Region um den Vänern-See. Dieses Interesse gab er an seinen Sohn Charles John Andersson weiter, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem der angesehensten Forschungsreisenden auf dem afrikanischen Kontinent wurde. Die dramatischen und spannenden Schilderungen seiner Reisen durch den Süden Afrikas begeistern auch heute noch viele LeserInnen.

In diese Tradition reihte sich auch der jungen Fleischerssohn Axel W Eriksson ein, der nach seiner Lehre bei Lloyd als Assistent von Charles John Anderssons bei dessen Expeditionen anheuerte.  Nach Anderssons Tod brachte Eriksson dessen zoologische Forschungsprojekte mit der Erfassung der Vogelwelt des Damaralandes zum Abschluss. In Omaruru, im heuten Namibia, gründete Eriksson 1869 eine Handelsstation, die sich zur Zentrale eines umfassenden Handels mit Elfenbein, Waffen, Straußenfedern und für den Tierhandel entwickelte. 

Updated: 2017-11-08 10:54