Die Entdeckung einer Stadt
Mehrere Generationen waren vergangen, und die Stadt, die Vänersborg vorausging – Brätte – war in Vergessenheit geraten. Doch eines Tages, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, wurde eine merkwürdige Entdeckung gemacht.
Es war im Herbst des Jahres 1904, als der Antiquar Gustav Magnusson Blomqvist über die Felder am Vassbotten-See, vier Kilometer südlich von Vänersborg, spazierte. In der Erde entdeckte er große Mengen an Tonscherben. Als die Funde dem Museumsleiter und Rektor der städtischen Schule für Gehörlose, Fredrik Nordin, vorgelegt wurden, konnte dieser feststellen, dass die Keramik aus dem 15.–17. Jahrhundert stammte. Die große Menge an Funden zeigte, dass an diesem Ort viele Menschen gelebt haben mussten.
Gustav begriff, dass er an diesem Tag eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht hatte – die Entdeckung von Brätte, der verlorenen Stadt.