Eine Stadt, die auf Eisen gebaut war
Die Grundlage für Brättes Existenz als Stadt war der zunehmende Eisenexport aus Värmland. Das Eisen, sogenanntes Stabeisen, wurde veredelt und in meterlangen Stangen transportiert. In Brätte wurde das Eisen von Schiffen auf pferdegezogene Transporte umgeladen, die den mehr als einen Kilometer langen Edsvägen entlanggeführt wurden, vorbei an den Trollhättefällen. Anschließend wurde es erneut auf Schiffe im Götaälv verladen.
Auch Holzprodukte, Kalk und Häute wurden nach Süden transportiert. Der Güterverkehr nach Norden bestand hauptsächlich aus Hering, Salz, Wein, Tuch, Glas und Keramik. Zahlreiche Bürger Brättes verdienten ihren Lebensunterhalt mit diesen Transporten, und der Edsvägen wurde täglich von Hunderten von Pferden passiert.
Die Straße wurde schon lange vor Brättes Zeit genutzt und wurde bereits im 13. Jahrhundert Gamlastig („alter Weg“) genannt.