Leben in einer Grenzstadt

Kopparstick med män med vapen.

In Brätte zu leben bedeutete, in einer Grenzregion zu wohnen, in der ständig Kriegsgefahr herrschte. Bohuslän war damals norwegisch unter dänischer Herrschaft, und der Handel über die Grenze war oft verboten. Die schwedisch-dänischen Kriege des 15. und 17. Jahrhunderts führten dazu, dass die Kirchspiele rund um Brätte mehrfach verwüstet wurden.

Im Jahr 1612 marschierten dänische Truppen in Brätte ein, und zahlreiche Höfe in der umliegenden Landschaft wurden niedergebrannt und geplündert. Zur selben Zeit wurde die Stadt Nya Lödöse niedergebrannt und eingenommen; viele ihrer Einwohner zogen daraufhin nach Brätte.

Eine weitere Belastung für die Bewohner dieser Gebiete war, dass sie in unruhigen Zeiten verpflichtet waren, durchziehende schwedische Soldaten zu beherbergen und zu versorgen. Und mitten in all dem musste der Alltag dennoch weitergehen: Die Arbeit musste getan, die Familie versorgt und das Leben gelebt werden …