Brätte nach 1644
Obwohl Vänersborg am 1. Februar 1644 seine Stadtrechte erhielt, waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Einwohner aus Brätte weggezogen. Im selben Jahr wurde Vänersborg von dänischen Truppen niedergebrannt, was die Umsiedlung zusätzlich verzögerte. Um den Auszug der Brätte‑Bewohner zu beschleunigen, wurde 1645 der Bierverkauf in Brätte verboten. Zwei Jahre später drohte man jenen, die noch nicht umgezogen waren, mit Geldstrafen. Gleichzeitig wurde die Nutzung des Hafens in Brätte untersagt.
Trotzdem wurden dort noch bis in die 1670er‑Jahre hinein Schiffe be‑ und entladen, bevor die letzten Bootshäuser abgebaut und zu einem neuen Hafen in Korseberg, einige hundert Meter nördlich, verlegt wurden.
Zu dieser Zeit war Brätte zum Hinrichtungsplatz von Vänersborg geworden, mit einem Galgen auf dem Grytåsberget. Dennoch lebten dort noch einige Menschen weitere Jahrzehnte.